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28 February 2013 / DE

SCHAFFUNG GEEIGNETER RAHMENBEDINGUNGEN FÜR REGIONALES UNTERNEHMERTUM IN EUROPA Jugendbeschäftigung und die Rolle des Unternehmertums im Mittelpunkt der Regionalentwicklung

Erklärung der Fraktion der Europäischen Volkspartei im Ausschuss der Regionen

Die Fraktion der Europäischen Volkspartei im Ausschuss der Regionen:

  1. hebt hervor, dass Stabilität, Wachstum und Beschäftigung zentrale Anliegen des irischen EU-Ratsvorsitzes sind, und unterstützt diesen in seinen Bemühungen um eine nachhaltige Überwindung der Krise, von der zahlreiche Mitgliedstaaten betroffen sind;
  2. begrüßt den Beschluss des Europäischen Rates vom 7./8. Februar 2013 bezüglich der Umsetzung einer mit 6 Mrd. EUR dotierten “Jugendbeschäftigungsinitiative” in den Jahren 2014-2020 als wichtiges Instrument zur Verbesserung der schwieri­gen Situation junger Menschen in manchen Regionen;
  3. begrüßt das Jugendbeschäftigungspaket der Europäischen Kommission und ins­besondere ihre Empfehlung an die Mitgliedstaaten zur Einführung einer Jugendga­rantie; betont, dass es wichtig ist, bei der Umsetzung der Jugendgarantie-Program­me auch für Jugendmobilität zwischen den Mitgliedstaaten zu sorgen, der Leitinitia­tive Jugend in Bewegung mehr Aufmerksamkeit beizumessen und die diesbezügliche Rolle der regionalen und lokalen Gebietskörperschaften zu stärken;
  4. fordert Unterstützung für jene Mitgliedstaaten, die sich derzeit Haushaltszwängen gegenübersehen und in denen die Arbeitslosigkeit besonders hoch ist, damit die Jugendgarantie-Initiativen wirksam umgesetzt werden können;
  5. weist auf die Vorschläge hin, die die Europäische Kommission in ihrem Aktionsplan Unternehmertum 2020 unterbreitet hat, um junge Arbeitslose in Europa in Arbeit zu bringen; betont in diesem Zusammenhang, dass die lokalen und regionalen Gebiets­körperschaften umfassend in die Gestaltung und Umsetzung der im Rahmen der drei Aktionsschwerpunkte vorgeschlagenen Maßnahmen eingebunden werden sollten;
  6. vertritt die Auffassung, dass das Modell der sozialen Marktwirtschaft, das auf den von der EVP hochgehaltenen Grundwerten Subsidiarität und Solidarität beruht, das richtige Mittel zur Überwindung der Krise und vor allem der negativen Auswirkungen auf die Wirtschaftsentwicklung und die Jugendbeschäftigung sein kann;

    In Bezug auf die Rolle der Unternehmen für die Schaffung von Wachstum und Beschäftigung in der EU:
  7. weist darauf hin, dass Unternehmen einen zentralen Beitrag zu Wachstum und Beschäftigung leisten und es zur Erreichung der Ziele der Europa-2020-Stra­tegie notwendig ist, sowohl die Wettbewerbsfähigkeit als auch die Innovation in den Mittelpunkt zu stellen und auf der regionalen und lokalen Ebene zu fördern und zu stärken;
  8. hebt die Notwendigkeit hervor, innovative Branchen, in denen hochwertige Arbeits­plätze geschaffen werden können, wie den digitalen Markt und die Finanzdienstleis­tungen, mit entsprechenden Maßnahmen zu unterstützen;
  9. weist darauf hin, dass die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) trotz der Krise nach wie vor dynamische Akteure der europäischen Wirtschaft sind, die über 98% aller Unternehmen ausmachen, in denen 90 Mio. Menschen beschäftigt sind und die hohe Investitionen in Innovationen tätigen;
  10. ist der festen Überzeugung, dass innovative Unternehmensgründungen eine der wichtigsten Ressourcen sind, in die in den kommenden Jahren investiert werden sollte; um das Wachstum zu stützen, hochwertige Arbeitsplätze und Chancen für alle zu schaffen sowie die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren, was konkret in ihren Städten und Regionen erreicht werden kann;
  11. fordert die EU dazu auf, die europäische Wirtschaft und insbesondere KMU und Kleinstunternehmen dringlich durch intelligente Regulierung zu unterstützen;
  12. vertritt nachdrücklich die Auffassung, dass neue innovative Unternehmen als Brü­ckenbauer zwischen Hochschulen und wichtigen Industriezweigen, traditionellem Wissen und Technologie, talentierten jungen Menschen und erfahrenen Managern sowie lokalen und regionalen Gebietskörperschaften und internationalen Investoren anerkannt werden sollten; fordert daher weitere öffentlich-private Partnerschaf­ten, die wirksamere, bereichsübergreifende und dauerhafte Synergien gewährleisten;
  13. hebt hervor, dass sich die europäischen Unternehmen den Herausforderungen der Globalisierung stellen müssen; bekräftigt daher die Bedeutung von Investitio­nen in die Schaffung starker regionaler Cluster zur Erleichterung des Wissens­transfers und des Austauschs bewährter Vorgehensweisen bei gleichzeitiger Gewähr­leistung der einzigartig guten Qualität der europäischen Produkte;
  14. spricht sich für eine Reform des Binnenmarkts aus, für die es der Entschlossenheit und Handlungsbereitschaft der Politik bedarf; bei der Erarbeitung der Binnenmarkt­gesetzgebung muss bereits zu Beginn der Vorarbeiten den legislativen und adminis­trativen Traditionen Rechnung getragen werden, um eine wirksame Umsetzung sicherzustellen;

    In Bezug auf die Jugendarbeitslosigkeit:
  15.  weist darauf hin, dass auf dem Arbeitsmarkt jeder vierte Jugendliche keinen Arbeitsplatz findet und sehr häufig lange Zeit arbeitslos bleibt, und fordert die lokalen und regionalen Gebietskörperschaften daher auf, Arbeitsagenturen einzurich­ten, die jungen Menschen professionelle Beratung und Schulungen anbieten, um diese besser in den sich wandelnden Arbeitsmarkt zu integrieren;
  16. propagiert die Arbeitsmobilität für junge Arbeitnehmer, da diese seiner Auffassung nach mehr Beschäftigungschancen bieten kann; weist nichtsdestoweniger auf die Gefahr von Sozialdumping hin, und fordert fairen Wettbewerb und eine ausgewo­gene Behandlung aller Arbeitnehmer als einem der wichtigsten Elemente eines nach­haltigen, gemeinsamen europäischen Arbeitsmarkts in allen Wirtschaftszweigen;
  17. begrüßt den Vorschlag der Europäischen Kommission für eine Strategie der neuen Denkansätze für die Bildung, die auf eine genauere Abstimmung der Bildung auf die Bedürfnisse der Auszubildenden sowie des Arbeitsmarkts abzielt; betont daher, dass ein klarer Rahmen für hochwertige Praktika und Lehrstellen auf der lokalen, regionalen und nationalen Ebene geschaffen werden sollte, um die Lücken beim komplexen Übergang zwischen Schule und Arbeitsleben zu schließen;
  18. ermutigt junge Menschen in Ausbildung, in Zukunft eine Karriere als Unternehmer ins Auge zu fassen und in ihr Talent und ihre Kreativität zu investieren; so kann die ehrgeizige Kultur der selbstständigen Beschäftigung auf der Basis von Werten wie Verantwortungsbewusstsein, Streben nach einem besseren Leben und Wandlungsfä­higkeit gefördert werden.