About Us

Views

Members

Commissions

CoR External Relations

News

Events

People

Stay In Touch

03 March 2011 / DE

2011 – Europäisches Jahr der Freiwilligentätigkeit Städte und Regionen fördern Sport und bürgerschaftliches Engagement für den sozialen Zusammenhalt in Europa

Erklärung der Fraktion der Europäischen Volkspartei im Ausschuss der Regionen

Die Fraktion der Europäischen Volkspartei im Ausschuss der Regionen

  1. begrüßt es, dass 2011 zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit ausge­rufen wurde, und verweist darauf, dass alle Formen der Freiwilligentätigkeit als wich­tige Instrumente zur Verwirklichung eines echten sozialen Zusammenhalts in der Europäischen Union begrüßt und gefördert werden müssen und dass die regiona­len und lokalen Gebietskörperschaften einen wichtigen Beitrag leisten, um bürger­schaftliches Engagement zu ermöglichen;
  2. betont, dass der ungarische EU-Ratsvorsitz zugesagt hat, die Freiwilligentätigkeit zu fördern und dabei insbesondere die gesellschaftliche Einbeziehung Jugendlicher zu berücksichtigen, und dass er zu diesem Zweck dem Europäischen Pakt für die Jugend, durch den die Jugend im politischen und sozialen Leben mehr Gewicht erhalten soll, besondere Aufmerksamkeit zuteil werden last;
  3. verweist darauf, dass die Freiwilligentätigkeit zunächst und vor allem einen sozialen und politischen Wert darstellt, der auf den Grundprinzipien der EVP Solidarität und Verantwortung, die Teil ihres Wertekanons sind, beruht; betont, dass die Freiwilligentätigkeit in allen Bereichen der Gesellschaft im Leben vieler Bürger hohes gesellschaftliches Gewicht hat und wirksame Möglichkeiten bietet, die soziale Integration, den Zusammenhalt und die Entwicklung der Gemeinschaft voranzubrin­gen;
  4. betont die Bedeutung der Freiwilligentätigkeit, besonders auch im Sport, für die Förderung eines intelligenten, nachhaltigen und integrativen Wachstums im Einklang mit der Europa-2020-Strategie und fordert die regionalen und lokalen Gebietskör­perschaften auf, anzuerkennen, dass der Sport zur Verwirklichung der langfristigen strategischen Ziele der EU beitragen kann; betont in diesem Zusammenhang, wie wichtig die Freiwilligentätigkeit im Sport für den Erfolg der Leitinitiative “Europäische Plattform zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung” ist;
  5. hebt hervor, dass ehrenamtliche Tätigkeiten im Sport dem Grundsatz der Solidarität folgen müssen und daher nicht mit den meist hochbezahlten Tätigkeiten im Berufs­sport verwechselt werden dürfen;
  6. betont, wie wichtig es ist, einen ständigen Austausch bewährter Verfahren für die Organisation der Freiwilligentätigkeit zwischen den Regionen und Städten, die sich für die Freiwilligentätigkeit engagieren, zu fördern und zu unterstützen; emp­fiehlt weiterhin, dass die regionalen und lokalen Gebietskörperschaften länderüber­greifende strategische Vorgaben für die Förderung der Freiwilligentätig­keit in ihrem jeweiligen Verantwortungsbereich entwickeln;
  7. fordert den privaten Sektor auf, Initiativen zur Förderung der Freiwilligentätigkeit zu unterstützen, und fordert die Privatwirtschaft und die regionalen und lokalen Gebiets­körperschaften auf, Kooperationsprojekte in Form öffentlich-privater Part­nerschaften zur Förderung von Finanzierungsinstrumenten zu stärken, da dies eine Möglichkeit ist, soziale Probleme vor Ort zu lösen; verweist auch darauf, dass der Freiwilligensektor erheblich zum Bruttoinlandsprodukt der Mitgliedstaaten beiträgt, vorwiegend für Zwecke des sozialen Zusammenhalts;
  8. fordert die regionalen und lokalen Gebietskörperschaften auf, die Freiwilligen­tätigkeit im Rahmen der Erziehung auf allen Ebenen zu fördern, indem sie Möglichkeiten der freiwilligen Betätigung im Bildungssystem schaffen und Verbin­dungen zwischen dem Freiwilligensektor und dem Bildungswesen auf allen Ebenen fördern und die Freiwilligentätigkeit als Teil des lebensbegleitenden Lernens anerkennen;
  9. fordert die regionalen und lokalen Gebietskörperschaften auf, Maßnahmen zu för­dern, durch die Freiwilligenorganisationenleichteren Zugang zu nachhaltiger Finanzierung zur Unterstützung ihrer Projekte und damit zur erfolgreichen Verwirk­lichung ihrer Ziele erhalten, und dabei übermäßigen Verwaltungsaufwand zu vermei­den und weiterhin eine Kontrolle der öffentlichen Ausgaben zu gewährleisten;
  10. fordert die einschlägigen lokalen und regionalen Medien sowie die Interessenträger und den öffentlichen Dienst auf, die Bürger über die Initiativen zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit zu informieren, wobei insbesondere der Arbeit der EJF-2011-Allianz Rechnung zu tragen ist;
  11. erkennt an, dass der Sport ein Bereich ist, in dem die Inklusion von Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen in die Gesellschaft, ebenso wie von Einwanderern, wirksam gefördert werden kann; betont, dass Menschen, die unter Diskriminierungen leiden oder benachteiligten Gruppen angehören oder einen anderen kulturellen Hintergrund haben, wie z.B. Roma, zu solchen Aktivitäten ermu­tigt werden müssen, damit eine Kultur des gegenseitigen Verständnisses und des sozialen Zusammenhalts gedeiht;
  12. ermutigt diejenigen Mitgliedstaaten und ihre Regionen und Städte, die dies bisher nicht tun, den Sport im Rahmen ihrer Sozialpolitik als Werkzeug und Indikator zu nutzen;
  13. empfiehlt den regionalen und lokalen Gebietskörperschaften nachdrücklich, Bildungs­einrichtungen zu nutzen, um eine regelmäßige sportliche Betätigung sicherzustellen, und schlägt vor, dass in jeder Schule täglich eine Stunde Sport auf dem Programm steht;
  14. verweist auf die Bedeutung der regionalen und lokalen Gebietskörperschaften für die Förderung und Finanzierung öffentlicher Investitionen zum Ausbau der Sportinfrastruktur und zur Anschaffung von Sportgeräten sowie deren Zugänglichkeit und Nutzung für alle Bürger, frei von diskriminierenden Beschränkun­gen aufgrund baulicher Merkmale, die Menschen mit körperlichen Behinderungen den Zugang unmöglich machen;
  15. begrüßt, dass die europäische Dimension des Sports durch den Vertrag von Lissabon gestärkt wurde, und hofft, dass die lokalen und regionalen Gebietskörper­schaften einen Beitrag zur Stärkung des gesellschaftlichen Stellenwerts des Sports und seiner wirtschaftlichen Dimension sowie der Organisation des Sports im Einklang mit den jüngsten Vorschlägen der Europäischen Kommission leisten; begrüßt in diesem Zusammenhang vor allem die Anregung, den Sport betreffende Aspekte der Strukturfonds umfassend zu nutzen, sowie die Unterstützung für das Projekt “Europäische Städte für die Freiwilligentätigkeit im Sport 2011”, das auf den Erfahrungen der Städte bei der Unterstützung der Freiwilligentätigkeit aufbauen wird, um bewährte Verfahren zu ermitteln und weiterzugeben;
  16. schlägt zur Unterstützung des Sports die Schaffung entsprechender europäischer Initiativen vor, so zum Beispiel die Ausrufung eines Europäischen Jahres des Sportes, eine neue Initiative “Europäische Sporthauptstadt”, die Durchführung dezentraler europäischer Sportfestivals und die Einführung eines Erasmus-Sport-Programms.